Verbraucherkongress: Aufklärung, Information und Bildung

Ernst Fischer und Silvana Koch-Mehrin
Ernst Fischer und Silvana Koch-Mehrin
(26.05.2009) Im Zentrum eines „Verbraucherkongress“, den der FDP Bürgerfonds am Mittwoch im Berliner Thomas-Dehler-Haus veranstaltet hat, stand die Stärkung der Bürger im Markt. Im Gegensatz zur Verbotspolitik der anderen Parteien setzt die FDP auf das Leitbild des mündigen Verbrauchers. Verbraucher sollen und wollen nicht vom Staat bevormundet werden, sondern erwarten völlig zu Recht bessere Informationen, mehr Wissen über die Märkte und effektive Verbraucherrechte. Dieser Grundsatz wurde auch von den Experten in den Diskussionen befürwortet.

Guido Westerwelle
Guido Westerwelle
FDP-Partei- und Fraktionschef Guido Westerwelle betonte, dass eine gute Verbraucherschutzpolitik die Stellung der Bürger im Markt stärke. Er lehne daher auch Werbeverbote für Produkte, die legal zu erwerben sind, ab. Aus seiner Sicht sei dies eine Art der Bevormundung, die der Freiheit und der Vielfalt schade. Für die Liberalen gelte daher das Motto „Informieren statt Bevormunden“. Dies gelte auch bei der Lebensmittelbeschriftung. Die geplante Einteilung der Lebensmittel in „Gut und Böse“ sei kaum zu bewerkstelligen, so Westerwelle.

Hans-Michael Goldmann
Hans-Michael Goldmann
Der ernährungs- und verbraucherpolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Hans-Michael Goldmann, betonte, dass es in der globalisierten Welt in der Tat ein Problem darstelle, dass man häufig nicht wisse, was man isst. Er warb daher dafür, die Kunden mit ausreichend Informationen zu Produktion und Lieferwegen zu versorgen. Dies geschehe im eigenen Interesse der Unternehmen.

Auch Goldmann warnte vor der „Verbotsschiene“, auf der die Bundesregierung derzeit unterwegs sei. Allerdings müssten sich die Verbraucher auch Mühe geben, über die Lebensmittel, die auf dem Tisch landen, Bescheid zu wissen. Abschließend betonte Goldmann, dass der Dreiklang aus „Aufklärung, Information und Bildung“ in der Verbraucherpolitik „der richtige Weg“ sei.

Die FDP-Spitzenkandidatin für die Europawahl, Silvana Koch-Mehrin, kritisierte den „bürokratischen Unsinn“, der manchmal aus Brüssel komme. Ob bei Lebensmitteln oder anderen Produkten – die EU wolle überall mitreden. Eine Ampelkennzeichnung, um Verbrauchern den Nährwertgehalt zu signalisieren, lehnte Koch-Mehrin entschieden ab. „Man fragt sich ja, wie die Menschheit seit Jahrhunderten überleben konnte, wo Essen scheinbar so gefährlich ist“, so die Liberale. Die Ampel jedenfalls wolle sie „weder bei Lebensmitteln, noch nach den Bundestagswahlen“. Statt umfassende Vorschriften setzen die Liberalen auf „den mündigen Bürger“ beim Verbraucherschutz.

Der eigentliche Höhepunkt der Veranstaltung erwartete die Gäste jedoch dieses Mal ausnahmsweise während der Mittagspause. Silvana Koch-Mehrin bereitete zusammen mit dem Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes e.V., Ernst Fischer, und Fernsehkoch Thies Möller Spargelgerichte für die Besucher zu.

Vorlage war natürlich das Kochbuch "So schmeckt Europa", in dem die FDP-Spitzenkandidatin zur Europawahl, Silvana Koch-Mehrin, "übersichtliche 27 Gerichte" empfiehlt. Für Koch-Mehrin ist die "europäische Küche so vielfältig und reich wie die Politik in Europa".

Die Sponsoren

Deutscher Brauer-Bund e.V.

Henkell


MACCS – Media And Communication Consulting Services

Reemtsma

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